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zuletzt aktualisiert:
30.07.2010

 

© rolf_tischer@weihnachtsstadt.de GDH

 

Die verschiedenen Gabenbringer
oder Wer bringt mir die Geschenke: Christkind oder Weihnachtsmann?

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen dem Weihnachtsmann und dem
Christkind? Beide kommen am Weihnachtsabend, bringen die
Weihnachtsgeschenke, sind dabei nicht zu sehen, natürlich kommt aber immer
nur einer - der Weihnachtsmann ODER das Christkind.
Warum gibt es also nicht nur eine Person?

Den Grund für die verschiedenen Figuren die Heilig Abend, in manchen
Gegenden auch früher oder später, die Geschenke bringen ist nicht einfach
erklärt.
Ein Grund ist im Bereich der Religion zu suchen, die verschiedenen
Religionen lehnen bestimmte Figuren ab, so daß sich ein regionaler
Unterschied zeigt. Diese Unterschiede verwischen in der heutigen Zeit immer
mehr, da der Umzug einer Familie in andere Regionen nicht selten ist.
Ein anderer Grund ist in den Geschichten und Sagen aus den verschiedenen
Regionen zu suchen. Hier wurden im Laufe der Generationen die Geschichten
der Gabenbringer erzählt.
Zum Schluß spielt noch Funk und Fernsehen eine Rolle, so wurde z.B. der
Weihnachtsmann von einer bekannten Getränkefirma so stark bekannt gemacht,
daß er immer mehr Liebhaber findet und die anderen Gabenbringer ein wenig
verdrängt.
Grob erklärt wer wo zuständig ist:
Im Norden Europas bringt der Weihnachtsmann die Geschenke, etwa ab der Mitte
Deutschlands kommt das Christkind, SinterClaas kommt in Holland am 6. 12.,
die Hexe Befana in Italien am 6.1., in Spanien sind es die heiligen drei
Könige
am 6.1., in den Östlichen Regionen kommt Väterchen Frost
Alle haben aber gemeinsam, daß sie die guten Kinder beschenken und an das
Christuskind in der Krippe erinnern.

Auch wenn diese Gabenbringer jeweils nur für eine bestimmte Region zuständig sind, müssen sie eine enorme Anzahl an Geschenken zu den Kindern bringen. Da es sich dabei um fiktive Gestalten handelt, müssen sie dafür glücklicherweise keinen Sofortkredit aufnehmen. Angesichts der oft hochwertigen Gaben stellt sich vielmehr die Frage, wie die Eltern die Weihnachtseinkäufe ohne eine zusätzliche Finanzspritze bewältigen können. Viele entscheiden sich allerdings auch ganz bewusst gegen kostspielige Weihnachtsgeschenke und stellen nicht den Gegenwert der Ware, sondern die Geste des Beschenkens in den Vordergrund.

Christliche Nächstenliebe

Besonders zur Weihnachtszeit wird an die christliche Nächstenliebe appelliert. Die Kirchen sammeln für einen bestimmten Zweck, besonders zu Heiligabend wird mehr an arme und bedürftige Menschen gedacht. Eine Tradition, die es heute nicht mehr gibt, zeigt, dass dieser Gedanke schon sehr alt ist: Früher schmückte man den Weihnachtsbaum auch mit essbaren Dingen wie Äpfel, Birnen, Lebkuchen, Nüsse oder Oblaten. Wenn der Baumschmuck nach Weihnachten nicht bereits aufgegessen war, wurde er an Arme verteilt. Eigentlich eine schöne, aber eben verloren gegangene Tradition. Stattdessen praktizieren manche Menschen heute den Brauch, das Geld, das sie für Geschenke ausgeben würden, zu spenden. Kostspielige Geschenke gibt es dort nicht, stattdessen wird vereinbart, für ein bestimmtes soziales Projekt zu spenden. Auch ein schöner Gedanke - wer nicht ganz auf Weihnachtsgeschenke verzichten möchte, kann für sich einen Mittelweg finden. Man muss es ja nicht übertreiben, sondern kann auf dem Teppich bleiben: Kleine Weihnachtsgeschenke und eine kleine Spende. Und: Besondere Geschenke müssen nicht immer teuer sein - im Gegenteil ist manchmal eine kleine Aufmerksamkeit auch ein großes Geschenk.